Notfall

Liebe Patienten,

auf dieser Seite wollen wir Ihnen kurz ein paar Hinweise geben, wie sie sich im Fall von Zahnschmerzen optimal verhalten.

  • Falls Schmerzen auftreten melden Sie sich bitte möglichst bald unter unserer Rufnummer 06151 / 21172, um telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Die Erfahrung zeigt, dass leider häufig zu lange gewartet wird, was auch in manchen Fällen eine längere oder schwierigere Heilung eines entzündlichen Geschehens zur Folge haben kann.
  • Wenn starke Schmerzen oder Blutungen außerhalb unserer Sprechzeiten auftreten und Sie mit Schmerzmitteln keine Besserung herbeiführen können, wenden Sie sich bitte an den zahnärztlichen Notfallvertretungsdienst der kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen. Die Nummer des diensthabenden Kollegen bekommen Sie unter der Rufnummer:

01805 - 60 70 11

  • Schmerzen:
    Leichte bis mittlere Schmerzen können meist durch die Einnahme eines Schmerzmedikaments gelindert werden. Ein gut wirksames und in Apotheken frei erhältliches Schmerzmittel ist Ibuprofen 400. Es sollte jedoch nur zur Überbrückung genommen werden, bis zu dem Behandlungstermin, den wir Ihnen im Schmerzfall immer so zeitnah als möglich zu geben versuchen. Zuviel Schmerzmittel können auch zu Problemen mit der Magenschleimhaut führen. Die Ursache des Schmerzes beseitigt kein Schmerzmedikament. Es empfiehlt sich auch, kurz vor dem Termin keine Schmerzmedikamente einzunehmen, da sonst häufig die Suche nach dem „schuldigen“ Zahn erschwert wird. Ein weiterer Tipp zur Schmerzlinderung ist bei bestimmten Erkrankungen der Zahnnerven auch die Kühlung des Mundraumes mit Eis oder kaltem Wasser.
  • Nachblutungen:
    Bei Blutungen nach einem chirugischem Eingriff, die über einen leichten Blutgeschmack im Mund hinausgehen, beissen Sie bitte für 30 Minuten auf einen Tupfer, den wir Ihnen nach den meisten Eingriffen mitgeben oder ein sauberes gefaltetes Stofftaschentuch. Setzen sie sich dabei ruhig hin (nicht liegen) und vermeiden Sie häufiges Ausspülen und alles was ihren Blutdruck ansteigen lassen könnte (Kaffee, Alkohol, Zigaretten, Aufregung). Sollte die Blutung danach nicht zum Stillstand gekommen sein, melden Sie sich bitte unverzüglich bei uns in der Praxis. Patienten die gerinnungshemmende Medikamente wie ASS, Marcumar, Pradaxa oder Xarelto einnehmen, bitten wir sich im Falle einer Blutung unbedingt sofort bei uns zu melden oder auch nachts den zahnärztlichen Notfallvetretungsdienst anzurufen.
  • Schwellungen:
    Nach Extraktionen oder anderen Eingriffen können Schwellungen auftreten. Um diese möglichst gering zu halten, ist eine Kühlung mit eingepackten Kühlakkus oder Eiswürfeln gut. Sie sollten nie direkt aufgelegt werden, sondern immer mit einem Stück Stoff eingewickelt werden. Beim Schlafen sollten Sie mit dem Kopf etwas erhöht schlafen, um eine größere Schwellung zu vermeiden.
  • Unfall / Zahnverlust / Fraktur des Zahnes:
    Falls es bei einem Unfall zu einem Zahnverlust kommt, versuchen sie zuerst Ruhe zu bewahren und den Zahn oder das abgebrochene Stück zu finden. Lagern sie den Zahn in einer Zahnrettungsbox oder, falls Sie diese nicht zur Hand haben, in kalter H-Milch oder notfalls in einem Gefäß mit eigenem Speichel. Auf keinen Fall sollte der Zahn trocken gelagert werden. Suchen sie danach unverzüglich einen Zahnarzt auf.
  • Verlust einer Füllung:
    Meiden sie harte und zähe Speisen, um einer Fraktur des betroffenen Zahnes vorzubeugen. Bei Empfindlichkeit auf Kaltreize sollten sie möglichst nur lauwarme Speisen und Getränke zu sich nehmen.
  • Verlust eines Provisoriums:
    Ein herausgefallenes intaktes Provisorium können Sie meist mithilfe von etwas Zahnpasta oder Haftcreme für kurze Zeit wiederbefestigen. Melden Sie sich jedoch bald bei uns, um das Provisorium wieder befestigen oder reparieren zu lassen.